Ganzheitliche Tierarztpraxis

 Osteopathie

 

Osteopathie ist eine mit den Händen durchgeführte ganzheitliche Diagnose- und Therapieform. Sie beruht auf folgenden Grundüberlegungen:

Alles Leben ist Bewegung. Für Beweglichkeit sorgt aber nicht nur das Skelettsystem, sondern buchstäblich jede einzelne Körperzelle einschließlich aller Stoffwechselprozesse nicht zu vergessen die übergeordnete emotionale und mentale Ebene eines Lebewesens.

 

Diese junge Ridgeback-Hündin hatte wohl angeboren große Probleme im Rücken/Becken/ und in der Hüft/Knieregion. Sie kam erstmals mit fünf Monaten zu mir. Sie ist ein eher unsicherer Hund, der z.B. in der Klinik fast panisch auf Behandlungsversuche reagiert. Inzwischen ist sie dank osteo- und homöopathischer Behandlung eine belastbare Hündin geworden, die ihr Leben in vollen Zügen genießen kann, was das Toben mit anderen Ridgebacks einschließt. Ab und zu ist eine Kontrolle fällig. 

Bei der osteopathischen Behandlung hier auf dem Tisch vergingen zwischen Bild 1 (noch unsicher) und Bild 2 (totale Entspannung) etwa fünf Minuten. (Fotos N.Sixt. - vielen Dank an die Besitzerin!)

 

 

 

Das funktioniert nicht immer so schön, nicht jeder Hund ist gleich, aber doch sehr oft - zumindest beim zweiten oder dritten Besuch. Selbst Tiere, die zunächst aggressiv reagieren entspannen sich zusehends. 

 

Als Osteopathin prüfe ich mit meinen Händen Beweglichkeit und Spannung, um in den jeweils geeigneten Regionen dem Patienten Heilungsimpulse zu geben. Dabei nutze ich den kontinuierlichen Zusammenhang aller bindegewebiger Strukturen (Faszien, Sehnenscheiden usw.) und kann so durch die Behandlung einer Region Fernwirkungen im gesamten Patienten auslösen.

 

Osteopathie ist hauptsächtlich als Therapie für den Bewegungsapparat bekannt, kann aber so viel mehr. Über die gesetzten Impulse dringe ich auch zu tiefen Strukturen vor. Für mich ist es immer wieder erstaunlich zu sehen, welche Verbesserungen die Patienten schon nach der ersten Sitzung zeigen.

 

copyright: P.T.

 

Osteopathie gehört in den Kreis der „manuellen“ Tiermedizin. Für mich ist es ideale Kombination mit Klassischer Homöopathie.

Typische Beschwerden, bei denen die Osteopathie hilfreich sein kann, sind:

Rehabilitation nach Operationen (diese läuft problemloser, oft schneller und mit deutlich weniger Komplikationen ab)

Passgang, Schleifen der Krallen, Probleme beim Springen ins oder aus dem Auto, Probleme beim Treppengehen oder Aufstehen. (Hier zeigen viele Tiere schon nach der ersten Sitzung eine Besserung). 

Schmerzen im Bewegungsapparat und/oder Rücken. Oft kann nach einer erfolgreichen osteopathischen Behandlung die Dosis an Schmerzmitteln deutlich reduziert oder sogar ausgeschlichen werden.

Prolbeme den Urin oder Kot zu halten. (Diese beiden stehen nur stellvertretend für andere Beschwerden an den inneren Organen, die mit der Osteopathie gebessert werden können.)

Und Vieles mehr. 

copyright P.T.

In der Regel sind für die Osteopathie ein erster, längerer (Anamnese-) Termin von Nöten und dann je nach Problem weitere im Abstand mehrerer Wochen bzw. Monate. Für den ersten Termin muss mindestens eine Stunde eingeplant werden. 

Ich nehme mir für jedes Tier Zeit, alles geschieht in Ruhe und so, dass Ihr Tier möglichst wenig Stress erfährt, denn das Wohlbefinden meiner Patienten ist mir immer das Wichtigste. 

Viele Tierkrankenkassen erstatten oder beteiligen sich an den Kosten für Osteopathie, wenn ein Tierarzt/eine Tierärztin die Behandlung durchführt. Fragen Sie einfach mal nach.

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführtet Krankheitszustände liegen kann. Beim Menschen für den Bereich der Wirbelsäule, z.B. beim chron. Schmerz-Syndrom der Wirbelsäusle geht die Bundesärtzekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen (Dt. Ärzteblatt 2009, Seite 2325ff) aus. Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin bei den aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.